Tools zur E-Partizipation

Elektronisch gestützte Bürgerbeteiligung funktioniert nur mit der richtigen Software.  Neben Agenturen, die sich dem jeweiligen Projekt annehmen und maßgeschneiderte Lösungen anbieten, gibt es sowohl Tools, die für verschiedene Anwendungsfälle entwickelt wurden, als auch Software, die zu anderen Zwecken entwickelt wurde, sich aber dennoch anbietet. Ein Überblick

Eine Grundlage des Web 2.0 ist die Verschiebung der Nutzerrolle vom reinen Konsumenten hin zu der Möglichkeit aktiv am Medium mitzuarbeiten.  Wikis, Blogs, Social Software im Allgemeinen funktionieren nur durch die Mitwirkung der Nutzer und können als informelle Instrumente der Meinungsbildung genutzt werden. Für formelle E-Partizipation können sie zum Teil auch genutzt werden. Darüber hinaus können sie die Grundlage für Neuentwicklungen bilden.

Weiterhin gibt es Unternehmen, die maßgeschneidete Lösungen für Beteiligungsprojekte anbieten. So bietet etwa die Berliner Agentur Zebralog neben Software und technischer Infrastruktur auch die  Betreuung, Moderation und Evaluation der Projekte an und hat schon einige Regierungsprojekte betreut, wie. z.B. eine Evaluation der öffentlichen Petitionen, den Online-Dialog der Bundesregierung und verschiedene Bürgerhaushalte.

Neben den Verfechtern freier – und damit auch partizipativer Software, gibt es auch Experten, die ausschließlich auf proprietäre Software setzen, weil man nur so Sicherheit garantieren könne. Geschlossene Systeme und deren umfassende Betreuung erscheinen teilweise sicherer. Freie Software wird dagegen von einer großen Community betreut und auch von betreuenden Agenturen eingesetzt, außerdem ist sie kostenfrei.

Manchmal ist es ganz einfach: bei Bürgerkonsultationen, Bürgerhaushalten und Vorschlagsphasen für kommunale Projekte wird häufig E-Mail eingesetzt. Der Umgang mit E-Mails ist heute auch für nicht so versierte InternetnutzerInnen selbstverständlich. Das ermöglicht einen leichten Zugang und die Vorschläge und Anregungen lassen sich leicht sammeln. Die Auswertung kann jedoch sehr aufwendig sein. Ein Beispiel dafür ist das Heliosforum der Stadt Köln.  Hier wird in einer extern moderierten Bürgerbeteiligung  die zukünftige Nutzung des ca. 4 Hektar großen Heliosgeländes in Köln-Ehrenfeld diskutiert. Neben der Teilnahme an sogenannten Werkstätten vor Ort, in denen angemeldete Bürger mit Vertretern von Stadt, Ämtern und anderen diskutieren, können BürgerInnen auch per E-Mail Vorschläge zur Nutzung des Heliosgeländes machen.

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