D64

Daten

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D64 zählt zu den jüngsten Entstehungen netzpolitischer Interessensverbände. Die neue Initiative stellt sich aktuellen Diskussionen im Bereich digitaler Themen und reiht sich damit in den stetig wachsenden Netzkreis ein. Wie viele Organisationen hat sie ihren Ursprung in der Hauptstadt.

Das “D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt” wurde Ende 2011 in Berlin vorgestellt und widmet sich der transparenten Mitgestaltung von Bereichen Wirtschaft und Politik. Zu den Gründungsmitgliedern des Projekts zählen Vertreter aller Bereiche der Internetwirtschaft, den Medien sowie der Politik. Vor allem Sozialdemokraten finden sich bei D64 wieder und machen überwiegend ihren Standpunkt hinsichtlich der Vorratsdatenspeicherung deutlich, der sich von der offiziellen Parteiline unterscheidet. Weiterhin gilt das Interesse der Mitglieder der grundlegenden Partizipation und dem Engagement in netzpolitischen Themen.

Im Gegensatz zur Digtitalen Gesellschaft widmen sich die Beteiligten am Projekt D64 nicht nur der Kampagnenarbeit und klassischer Netzpolitik. Als sozialdemokratischer Netzkreis wollen sie Politik von innen heraus verändern und konkrete Modelle und Strategien hervorbringen. Geplant sind Offline-Aktivitäten wie zum Beispiel Studien, Umfragen, journalistische Arbeiten oder Diskussionsveranstaltungen, online sollen neue politische Blogs und Netzwerke enstehen.

D64 zeigt ein klassisches Phänomen der in der Entstehung von Netzgemeinden, denn wie so oft finden vor allem junge Menschen den Weg zu der politischen Gruppe. Das weist darauf hin, dass das Internet als Raum für politische Diskussionen in der öffentlichen bzw. realen Gesellschaft angekommen ist und diese beiden Welten durchaus verbinden kann. Ein weit umfassendes Projekt entwickelt sich somit vom reinen Internet-Aktivismus zur realen Beteiligung.

Mitglied bei D64 werden kann jeder, der sich einbringen möchte. Über die  Annahme des Antrangs entscheidet der Vereinsvorstand.

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